Technologie / Analysen und praktische Perspektiven

Paketverlust bei großen Übertragungen: MTU-Konflikte und PMTU Black Holes beheben

Fehleranalyse für einfrierende SSH-Sitzungen, blockierte Dateitransfers und TLS-Timeouts über VXLAN- und WireGuard-Tunnel; systematischer Einsatz von MSS Clamping.

Ardeshir Daryani··1 Min. Lesezeit
3D-Netzwerktunnel mit Messringen zur Paketgrößenkontrolle und Signalströmen ohne Markenzeichen.
Eine eigens mit KI erstellte Konzeptillustration; keine genaue Darstellung eines kommerziellen Produkts oder einer realen Architektur.

Ein häufig beobachtetes Phänomen im Netzwerkbetrieb: ICMP-Pings zeigen hervorragende Latenzzeiten, doch sobald eine verschlüsselte SSH-Sitzung oder ein Datei-Download gestartet wird, friert die Datenübertragung unvermittelt ein und bricht ab.

Die Ursache liegt meist in einem PMTU Black Hole, bedingt durch Kapselungs-Header in VPN- oder Overlay-Netzen.

Ursache: Path MTU Discovery blockiert

Standard-Ethernet erlaubt 1500 Bytes MTU. Tunnel-Header (wie bei WireGuard, GRE oder VXLAN) beanspruchen zusätzlich 20 bis 80 Bytes. Werden entsprechende ICMP-Rückmeldungen von zwischengeschalteten Firewalls verworfen, erfährt der Sender nichts von der Überschreitung und große Pakete gehen verloren.

Diagnose und nachhaltige Lösung

  1. Ermittlung der maximalen Paketgröße mittels ping unter Setzung des DF-Bits (Don't Fragment).
  2. Berücksichtigung der spezifischen Tunnel-Overheads.
  3. Zentrale Behebung mittels TCP MSS Clamping auf dem Perimeter-Gateway, wodurch die maximale Segmentgröße direkt während des TCP-Handshakes angepasst wird.
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